Dienstag, 5. Mai 2009

Abgelehnt

Puh, was ne Abfuhr.
Blödes Mißverständnis eigentlich. Oder ich gehe zu entspannt an die Sache ran.
Folgende Situation: Ich sollte für heut morgen ein Modell mitbringen. Ich dachte, es geht darum zu zeigen wie ich arbeite. Also habe ich über einen Bekannten ein Modell besorgt, das ich selbst noch nicht kannte. Ich dachte, dann kann man besser sehen, wie ich mit Kunden umgehe und wie kundenorientiert ich arbeite.
Die Besitzerin des Ladens dachte, ich solle ein Modell mitbringen und an ihr/ihm mein ganzes kreatives Können zeigen, also wahrscheinlich irgendwelche kreativen Färbetechniken oder was weiß ich was.
Joah.
Also meine Modellkundin wollte nicht zuviel Haarlänge lassen und hatte recht frisch gefärbtes Haar, die auch schonmal blond gesträhnt waren vorher. Ich riet ihr zu einerTönung, um gleichmäßige Nuancierung und Glanz in das Haar zu bringen und zu einem gestuften Langhaarschnitt mit Pony. Sie war begeistert. Allerdings gab es außer Pflanzenfarbe in dem Laden keine nicht-chemische Farbe. Also wollte ich eine schöne Pflanzenfarbe machen.
Während ich also die Sachen dafür zusammensuchte, kam die Chefin und sagte mir, so hätte sie sich das nicht vorgestellt und eigentlich könne ich gleich wieder gehen. Das Mißverständnis wurde aufgedeckt. Ich fand es sehr schade, weil ich ja so auch wirklich nichts zeigen konnte und lud mein Modell auf einen Kaffee ein.
Auf dem Weg unterhielten wir uns über die blöde Situation. Ich wusste in dem Moment nicht, ob ich ob des Korbes und der Ungerechtigkeit jetzt schreien oder weinen sollte und entschied mich für keins der beiden, aber verdauen musste ich es trotzdem erstmal.
Das Kaffeetrinken war total nett und tat gut. Dann beriet ich sie noch in einer Drogerie für eine Tönung, die sie auch selbst Zuhause machen kann und damit sie nicht leer ausgeht, treffen wir uns am Donnerstag bei ihr für den Haarschnitt.
Jetzt wo ich die Abfuhr verdaut habe, denke ich, daß es wahrscheinlich das Beste war. Ich will eh nicht in einem Laden arbeiten, in dem es darum geht zu Lasten der Haarstruktur und ohne Rücksicht auf den Kundenwunsch den Kunden möglichst abgefahrene Farben und Frisuren zu verpassen, um sich selbst zu profilieren. Das ist einfach nicht mein Stil. Ich will glückliche Kunden, die selbst gut mit ihrem Haarschnitt zurechtkommen und Farben, die das Haar und damit die Kundin zum Glänzen bringen und möglichst natürlich wirken.
Immerhin steht genau das auch in meiner Bewerbung. Vielleicht hätte sie die mal besser lesen sollen...
Bin gespannt auf morgen. Ich denke, ich bin für den morgigen Tag besser vorbereitet.

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