Mittwoch, 17. Juni 2009

Reizüberflutung

Vor nunmehr 17 Tagen bin ich hier eingezogen. Ich bin so voller neuer Eindrücke, daß ich nicht weiß, wo ich anfangen soll zu erzählen...

Logischerweise fange ich jetzt erstmal mit dem Umzug an. Hat weitesgehend gut geklappt, aber war ziemlich teuer. Die kleene Katze hat wie üblich 2 Tage nix gefressen, hat sich aber mittlerweile ganz gut hier eingelebt. So wie ich. Ok, die Wohnsituation ist nicht optimal, aber völlig in Ordnung. Der neue Mitbewohner wird nicht mein bester Freund, aber er ist ok, die Wohnung hat Teppichboden und liegt ziemlich weit oben, ist aber sonst schön und auch die Lage. Ich kann zu Fuß zur Arbeit gehen und es ist ziemlich ruhig hier. Das Beste aber ist die Badewanne!

Kommen wir zur Arbeitssituation. Ich denke mittlerweile, daß mir nichts besseres hätte passieren können. Der Laden ist wunderschön und die Kunden sind supi. Mit meinen Kollegen versteh ich mich total gut und mag sie sehr. Abgesehen davon sind sie alles kompetente Friseure, was äußerst beruhigend ist, mir allerdings auch bei Stammkunden keine übermäßigen Erfolgserlebnisse verschafft. Ist ja klar, sie sind Qualität gewohnt. Aber dadurch ist es auch so, daß viele nicht auf einzelne Friseure festgelegt sind und der Qualität aller unserer Friseure vertrauen. Das ist Qualitätsmanagement und gut so wie es ist. Wir haben alle gut zu tun und auch ich als Neuling bin schon nahezu ausgebucht. Die tollen Erfolgserlebnisse bekomm ich dann von dankbaren Neukunden. :-)

Außerdem will ich noch ein paar Dinge erzählen, die ich an Berlin mag. Erstens komme ich jeden Morgen an der Vollkornbäckerei in der Warschauer Straße vorbei. Die machen so unfassbar leckere Walnussbrötchen, daß ich mir jeden Tag vor der Arbeit drei Stück kaufen muß und noch nicht viele andere Leckereien dort ausprobiert habe. Zweitens ist Berlin nicht so voller Tauben, dafür aber voller Spatzen, die ja viel niedlicher sind und mir jedesmal mein Herz erfreuen, wenn mir auch nur ein dicker Spatz serh nahe kommt. Daß es hier superviele schöne Männer gibt hab ich ja schon erwähnt und gehe nicht weiter drauf ein. Drittens ist es total super, daß Berlin es mir ermöglicht komplett von meinem Trinkgeld zu leben. Ich brauche höchstens 10€ pro Tag, um gescheit zu essen und die sind immer drin bei einem täglichen Tip von zwischen 5 und 20€. Voll gut. Denn ich muß sparen und wenn ich es schaffe, von meinem monatlichen Gehalt so gut wie nichts außer Miete auszugeben, bin ich sehr bald komplett schuldenfrei und kann mir sogar nochmal einen Snowboardurlaub oder eine weitere Tätowierung leisten. Das wär schön.