Mittwoch, 15. April 2009

Abgefahren


Eine der abgefahrensten Eigenschaften von Berlin ist, daß scheinbar jeder mit irgendwas selbständig ist. Man kommt hier ständig an irgendwelchen kleinen Läden vorbei, guckt rein und dann stehen da oft mehr oder weniger antike Möbel und niemand ist da oder manchmal schon, aber man weiß nie so genau was zum Henker die da eigentlich machen/verkaufen. Schon oft hatte ich das Bedürfnis, einfach reinzugehen und zu fragen "Was ist das hier überhaupt?", aber ich traue mich nicht die private Atmosphäre zu stören und komme mir auch irgendwie blöd vor. Vielleicht wohnt da gar jemand. Man weiß es nicht so genau.

Ständig ertappe ich mich dabei, vor roten Ampeln stehenzubleiben und oute mich damit wohl als braver Kleinstadtbürger, denn meist kommen Autos immer nur sporadisch gleich im Rudel. Ansonsten sind die Straßen komplett leergefegt. Man muß nur vor Radfahrern und den Trams aufpassen, die hier langrasen.

Bisher war hier alles sehr beschaulich und irgendwie auch ruhig. Dazu muß ich sagen, daß ich bis jetzt noch nicht so weit rumgekommen bin und mich hauptsächlich in Friedrichshain und ein bißchen am Prenzelberg aufgehalten habe.

Kommen wir zu meinem Bewerbungsgespräch. Ich behaupte, es ist gut gelaufen. Der Laden war schön, die Chefin total nett und auch sonst machte die Atmosphäre einen sehr guten Eindruck auf mich. Wir liegen in Art und Weise der kundenorientierten Friseurdienstleistung und Arbeitsmoral scheinbar absolut auf einer Wellenlänge und waren uns auch sonst sympathisch. Ich komme im Mai nochmal zum Probearbeiten wieder. Da freue ich mich drauf!

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